„When was the last time you did something for the first time? (Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?)“ war ein Werbespruch der Firma „Eastpak

So geht es gegenwärtig Eltern, Schülern und Lehrern bei der Suche nach den besten Möglichkeiten, die Stoffvermittlung auch ohne das gemeinsame Lernen im Klassenzimmer fortzusetzen.

Besonders aus Emails und Telefonaten mit den Eltern habe ich erfahren, wie sehr sie unter der Belastung Familie – Arbeit – Schule leiden.

Wie gesagt, wir lernen alle. Daher einige Tipps von mir an die Eltern, wie sie einerseits ruhiger leben und zugleich ihren Kindern helfen, einen großen Entwicklungsschritt zu gehen.

1. Wir wünschen uns Kinder, die selbst Verantwortung übernehmen

Wenn das Kind eine fachliche Frage hat, muss es selbst nach einer Lösung suchen. Auch wenn es etwas Überwindung kostet, den Kontakt zum Lehrer herzustellen.

Emails von den Eltern, die mich im Namen ihrer Kinder nach einer Lösung fragen, helfen dem Kind höchstens kurzfristig.

2. Wir wünschen uns Kinder, die selbständig Probleme lösen können

Auch ich höre im Unterricht häufig die Bemerkung (eine Frage ist es nicht): „Das habe ich nicht verstanden!

Ich frage dann immer nach „Was hast Du nicht verstanden?“ Der erste Satz ist ein schneller, bequemer Impuls, der zweite Satz zwingt zum Nachdenken. Manchmal ist dann plötzlich das Problem verschwunden.

Ermutigen Sie Ihr Kind, über die „Was“-Frage nachzudenken. Wenn es dann immer noch keine Lösung hat, dann zurück zu Schritt eins – Kontakt mit dem Lehrer.

3. Wir wünschen und Kinder, die im Leben vorankommen

„Testen führt zu Fehlern und Fehler führen zu Verständnis.“ sagt Burt Rutan (Er ist u.a. der Konstrukteur des ersten Flugzeuges, welches Nonstop die Erde umrundete.)

Nehmen Sie ihren Kindern die Angst vor Fehlern. Dazu ist gegenwärtig sogar die beste Zeit – meines Wissens nach sind in allen Bundesländern die Bewertungen ausgesetzt oder stark eingeschränkt.

Meine Bitte an alle Eltern

  • Versuchen Sie bitte nicht, „Ersatzlehrer“ zu werden (es sei den, Ihnen macht das Themengebiet so viel Spaß, dass Sie es sein wollen)
  • Für fachliche Probleme sind die Lehrer da – ermutigen Sie Ihre Kinder zu den Schritten 1, 2 und 3.
  • Wo Sie Einfluss nehmen sollten:
    • … ist Ordnung und Systematik. Bestimmt kennen Sie das auch aus Ihrem Beruf: man muss kein Spezialist – wo Unordnung und Chaos herrschen, wird man kein gutes Ergebnis erwarten können.
    • Wenn Sie von Ihrem Kind übersichtliche Aufzeichnungen und geordnete Arbeitsmaterialien einfordern, haben wir alle mehr Erfolge und weniger Stress.   

„Der Schüler soll nicht Gedanken, sondern denken lernen; man soll ihn nicht tragen, sondern leiten, wenn man will, dass er in Zukunft von sich selbst zu gehen geschickt sein soll.“

Immanuel Kant (1724–1804), deutscher Philosoph

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